Ich war mal eine Jeans oder Upcycling Dienstag #32

Als ich beim Aussortieren meine alte Jeans in den Händen hielt, wusste ich vor allem eines: Wegwerfen war keine Option. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich noch nicht nähen, und genau das machte dieses Vorhaben spannend. Ich wollte etwas schaffen, das sinnvoll ist und sich trotz fehlender Erfahrung gut umsetzen lässt. So entstand mein erstes richtiges Jeans Upcycling Projekt: Ein schlichtes, robustes und erstaunlich vielseitiges Utensilo aus einem abgeschnittenen Hosenbein.

Noch bevor ich wusste, wie man eine Naht richtig führt, war da die Neugier, ob sich ein so alltägliches Kleidungsstück in etwas Neues verwandeln lässt. Die Jeans lag vor mir, mit ihren typischen, stabilen Seitennähten, und ich begann mir auszumalen, wie viel Potenzial allein in einem Hosenbein steckt. Die Entscheidung fiel schnell: Daraus sollte ein Utensilo werden. Einfach, funktional und perfekt geeignet, um die ersten Schritte im Nähen auszuprobieren.

EIN HOSENBEIN – SO STARTEST DU

Lege das Hosenbein glatt vor dich hin. Achte darauf, dass die Seitennähte sauber nebeneinander, aber nicht direkt aufeinander liegen. Das sorgt später dafür, dass das Utensilo stabil steht und die Seiten gleichmäßig wirken.

Schneide nun den unteren Saum des Hosenbeins ab. Kürze anschließend den oberen Bereich unterhalb des Knies, sodass ein offener Stoffschlauch entsteht. Dieser bildet die Grundform des Utensilos.

Steppe die Schnittkanten gerade ab und versäubere sie. Danach arbeitest du die Ecken aus: Forme die Bodenecken, steppe sie erneut ab und schneide den überstehenden Stoff zurück. Auch diese Kanten werden versäubert, damit sie nicht ausfransen.

SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM STABILEN UTENSILO

Sobald die Ecken ausgearbeitet sind, nimmt das Utensilo seine Form an. Jede Naht verstärkt die Stabilität des Bodens und sorgt dafür, dass der Behälter später nicht in sich zusammenfällt.

Zum Schluss wendest du das gesamte Teil. Jetzt siehst du das Ergebnis: Aus einem einfachen Jeansbein ist ein robustes und formstabiles Utensilo entstanden. Kleine Falten oder typische Jeansstruktur machen jedes Stück zu einem Unikat.

Wenn du magst, kannst du den Rand zusätzlich umschlagen oder das Utensilo dekorieren – die Grundform ist nun fertig.

Mehr Upcycling Inspiration

Wenn du weitere Projekte suchst, die ohne großen Aufwand aus vorhandenen Materialien entstehen, lohnt sich ein Blick in die Blogkategorie Upcycling. Dort findest du verschiedene Beispiele, wie ein altes T-Shirt, ausrangierte Stoffreste oder einfache Alltagsgegenstände in praktische und moderne Accessoires verwandelt werden können. Die Kategorie wächst kontinuierlich und bietet eine Sammlung schneller, nachhaltiger DIY-Ideen, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.


Ursprünglicher Beitrag vom 09.12.2012:

Zu Beginn meiner Upcycling-Leidenschaft habe ich eine Jeans in die Finger bekommen. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht auch noch nicht nähen. Aber irgendwie wollte ich etwas sinnvolles daraus machen. Also habe ich dies Hosenbeine abgeschnitten und daraus Utensilos gennäht.

Anleitung:

1. Das Hosenbein glattstreichen
2. Dabei darauf achten, dass die Seitennähte mittig aber nicht übereinander liegen
3. Das Bein abscheiden
4. Gerade absteppen und versäubern
5. Die Ecken ausarbeiten
6. Absteppen (2x)
7. Ecken abschneiden und vesäubern

Danach das Utensilo wenden und fertig!

PS: Endlich habe ich es geschafft einen Beitrag für Nina’s genialen Upcycling-Dienstag zu schreiben. Mehr Ideen findet ihr hier: Werkeltagebuch

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. katrin kme

    Wow, das ist ja ne coole Idee!
    So einfach, aber so wirkungsvoll! Danke fürs Teilen!
    … das probier ich sicher demnächst mal aus!

    LG, katrin

  2. photokraphy

    Danke dir für dein Kommentar! Und hat es geklappt? Hast du auch wie ich nur noch kurze Hosen? *lach*

    LG Katrin

  3. Anneliese

    Absolut genial – endlich können die weiten Hosen recycelt werden und zwar sehr nutzbringend. Herzlichsten Dank.

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